Abendmahl

Im Abendmahl wird die Gemeinschaft der Christen deutlich. Das Abendmahl wird so gefeiert, wie Jesus es mit seinen Jüngern feierte, bevor er verraten und gekreuzigt wurde (Markus 14,17-26). Jedes Abendmahl geschieht in Erinnerung an sein Leben, Leiden und Sterben: „zu seinem Gedächtnis“. Jede Abendmahlsfeier ist ein Bekenntnis zu Christus als dem Herrn der Gemeinde.

Wo Christus herrscht, endet jeder Zwang. Deshalb sind zum Abendmahl Christinnen und Christen aller Konfessionen eingeladen. Auch Kinder können nach der Lebensordnung unserer Landeskirche am Abendmahl teilnehmen; sie „sollen ihrem Alter und ihren Möglichkeiten entsprechend auf die Teilnahme am Abendmahl vorbereitet sein und von Erwachsenen begleitet werden“ (Lebensordnung II, 3.4).

Die Austeilung des Abendmahls geschieht in der Paulusgemeinde so, dass jeweils etwa dreißig bis vierzig Personen einen Kreis um den Altar bilden. Dann werden zunächst die Hostien verteilt, anschließend wird Wein (in der rechten Kreishälfte, d. h. auf der Taufsteinseite) bzw. Traubensaft (links, d. h. auf der Kanzelseite) ausgeteilt. Bei der Austeilung der Hostien und des Weins spricht der Pfarrer ein Spendewort, z. B. „Christi Leib, für dich gegeben“ oder „Nimm hin und trink vom Kelch des Heils“. Teilnehmenden können darauf mit „Amen“ antworten.

Nachdem alle Kommunikanten Hostien und Wein bzw. Traubensaft erhalten haben, fassen sie sich an der Hand und machen auf diese Weise die Gemeinschaft und den Frieden in Christus deutlich. Der Pfarrer spricht ein Segens- und Sendungswort; es endet: „So geht hin im Frieden des Herrn“. Darauf können die Kommunikanten mit „Amen“ antworten; anschließend gehen sie zurück zu ihren Plätzen im Kirchenschiff.

Weitere Informationen zum Abendmahl finden Sie auf
http://www.ekhn.de/glaube/gottesdienst/abendmahl.html.