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Die „Deutschstunde“ in der Stätte

Seit April 2016 findet dreimal wöchentlich Deutschunterricht für Geflüchtete in der Stätte der Begegnung, Wittmannstraße 55, statt.

Initiator dieses Projekts ist Mohammad Sarwar Jaghuri, ein Lehrer aus Afghanistan, der selbst letztes Jahr mit seiner Familie als Flüchtling nach Darmstadt kam. Er unterrichtet – seit fast neun Monaten ehrenamtlich – immer montags, mittwochs, und freitags von 16.30 bis 18.30 Uhr, unterstützt von einem Team ehrenamtlicher Lehrer und Lehrerinnen.

Die 25 Schüler stammen hauptsächlich aus Afghanistan und dem Iran. Einige der Männer und Frauen kommen auch aus Syrien. Da der Deutschunterricht teils in Farsi, der Muttersprache der meisten Schüler, sowie in Englisch abgehalten wird, stößt das Angebot auf ein sehr hohes Interesse. Die Anfragen nach einem Platz in der „Schule“ übersteigen inzwischen die räumlichen Möglichkeiten, so dass weitere Schüler abgewiesen werden müssen.

Die Unterrichtsinhalte sind dem Sprachniveau der zwei getrennten Gruppen angepasst (A1 + A2). Die Anfängergruppe (A1) wird von Herrn Jaghuri geleitet und immer von einer Muttersprachlerin unterstützt. Niveau A2 wird parallel in einer kleineren Gruppe von deutschen Lehrern unterrichtet. Die zehn Ehrenamtlichen, z.T. Lehrerinnen im Ruhestand, begleiten das Projekt seit April.

Koordinatoren und Lehrer der „Deutschstunde“ treffen sich regelmäßig zur Reflexion des Unterrichts. Die Einladung zu einem Gitarrenkonzert im Mai, das gemeinsame Abendessen sowie eine Adventsfeier geben neben dem regelmäßigen Unterricht Gelegenheit zum besseren Kennenlernen und zum kulturellen Austausch in der Paulusgemeinde.

Grundsätzlich übernehmen die Schüler selbst 50% der Kosten ihres Lehrmaterials. Zusätzlich ist das Projekt aber auf Spenden angewiesen. Wir danken allen, die die „Deutschstunde“ bislang unterstützt haben. Danke den engagierten Mitgliedern der Paulusgemeinde, den privaten Spendern, dem SKA und der GEW!